Gedanken beim Warten...

Mutter_Birgit schreibt...

 

Zwei Wochen noch bis zum errechneten Geburtstermin! Der Bauch fühlt sich oft aufgebläht und kurz vorm Platzen an. Letzte Nacht haben wir die Kinder vorsichtshalber schon bei der Oma schlafen lassen, weil es am Nachmittag so rund ging im Bauch und leichte Wehe zu spüren waren. Aber, Fehlalarm. Macht nichts. Wer weiß, wie lange es noch dauert. Vielleicht habe ich es mir gestern nur schon so sehr gewünscht, dass das Baby endlich kommen möge.

 

Wollte ich es forcieren? Habe ich versucht, vom Kopf her zu "erzwingen", dass es schon kommt? Vielleicht ist es ja noch gar nicht fertig. Dabei wäre genau dieses Warten können, dass etwas reif ist, eine typisch weibliche, positive Eigenschaft. Das Gespür dafür zu haben, wann es Zeit wird, mit einer Idee, einem Projekt nach Außen zu gehen und es nicht zu früh in die rauhe Welt zu entlassen. Es nicht an den Haaren herbeizuziehen oder es aus der Erde zu ziehen, ehe sich noch die Wurzeln gefestigt haben. Dieses Gespür können wir in der Schwangerschaft wieder "üben", was wir im Alltag vielleicht oft verloren haben.

 

Dennoch: Die Wochen ziehen sich! Obwohl ich bisher ohnehin noch zuviel um die Ohren hatte, um ich so richtig auf die Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt zu konzentrieren - und vor allem darauf, was mir und dem Baby wirklich gut tun würde. Außer mein Mittagsschläfchen halte ich regelmäßig ein, das geht gar nicht anders. Trotzdem falle ich müde und erledigt am Abend ins Bett. Die Nächte sind dafür unruhig, ich wälze mich von einer Seite auf die andere und weiß nicht mehr, wie ich liegen soll. Dazwischen Klogänge. Hüftschmerzen und Krämpfe und Verspannungen... Welche Schwangere kennt das nicht?! Dabei sind das ja wirklich harmlose Dinge! Ich höre immer wieder von Frauen, die die schlimmsten Torturen während der Schwangerschaft durchmachen müssen - ihnen und ihren Babys wünsche ich alles erdenklich Gute! Und bin gleichzeitig sehr dankbar, dass es mir gut geht!

 

Warum aber gibt es diese "Ungerechtigkeiten"? Warum geht es manchen Frauen so schlecht? Warum klappt bei manchen nicht einmal die Zeugung? Und die Geburt schon gar nicht??? Auf der anderen Seite höre ich von mehr und mehr Frauen, die sich einen Kaiserschnitt-Termin geben lassen - rein aus "Bequemlichkeit"(?!) oder Mangel an Vertrauen, und weil sich das Kind dadurch besser planen lässt.

 

Sind das Folgen unserer wie mir scheint unmenschlichen Lebensweise? Sollten wir nicht viel mehr eingebunden sein in die uns umgebende Natur?! Sollten wir nicht wieder nach den Jahreszeiten leben können und nach dem eigenen Zyklus und dem des Mondes und der Sonne?! Vielleicht würden wir dann unser weibliches Gespür wiederentdecken und unsere eigene Natur ausleben können - ohne Schmerzen, Kampf und Komplikationen...

 

Frauen, Weiber - Mütter und Großmütter: Wie finden wir zurück zu unserer Natur, zu unserer weiblichen Intuition? Wie können wir uns zusammentun und die starke, weibliche Kraft wiederbeleben, die in dieser Welt so fehlt??? Wie finden wir zurück zum Urvertrauen und zum Vertrauen in die eigene Weiblichkeit - und leben wieder das Leben, das der Schöpfer einst für uns erdacht hat???!!!


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