Ritual für Abschluss, Übergang und Neubeginn

  • Ich mache mir Gedanken, welche Phase meines Lebens oder welches Ereignis ich rituell beenden möchte. Ich bin bereit, das Vergangene noch einmal vor meinem geistigen Auge entstehen zu lassen.
  • Ich blicke aus der Distanz heraus möglichst neutral auf die Vergangenheit zurück und versuche zu verstehen und zu akzeptieren, dass auch traurige und schmerzhafte Erfahrungen zu unserem Leben gehören und diese oft wertvolle Lektionen enthalten können.
  • Ich schaue auch auf gute Erfahrungen zurück und erinnere mich an alle glücklichen und frohen Stunden.
  • Es ist wichtig, das Vergangene zu würdigen - das Schwierige und Schmerzhafte genauso wie das Schöne und Freudvolle. Nur so kann ich frei und unbelastet den nächsten Schritt in die Zukunft gehen! Dafür erlaube ich mir so viel Zeit, wie diese Schritte eben benötigen.
  • Alles, was "das Alte" symbolisiert, schreibe ich auf ein Blatt Papier nieder oder verwende dafür symbolisch einen Gegenstand oder Fotos. Das Alte" wird zu meiner Linken platziert, und dort wird auch eine Kerze angezündet.
  • Nun frage ich mich, was ich für die Zukunft in mein Leben einladen möchte. Ich denke an Schönes und Positives, an Freude, Liebe, Leichtigkeit, Freundschaften usw und schreibe einige Worte dazu auf.
  • Ich verwende ein Symbol für die Schöpfungskraft wie zB eine Blume oder einen Kristall und platziere dieses "Zukünftige" zu meiner Rechten, wo ich ebenfalls eine Kerze anzünde.
  • In der Mitte stehe ich mit einer Räucherschale und nehme den Platz zwischen Vergangenheit und Zukunft ein. Zuerst räuchere ich mich selbst zB mit einer Feder oder einem Fächer ab, wende mich dann der Vergangenheit zu und räuchere dort die Objekte ab. Dabei denke ich noch einmal an das Gute und auch weniger Gute und was ich daraus gelernt habe. Ich formuliere meine Gedanken und Gefühle mit eigenen Worten und danke für das, was ich in dieser Zeit lernen durfte. Ich drücke aus, was ich jetzt hinter mir lassen möchte, verabschiede mich und blase die Kerze aus.
  • Ich halte kurz inne und mache mir bewusst, dass ich an der Schwelle stehe: Das Alte ist abgeschlossen, aber das Neue noch nicht sichtbar. Es ist die Zeit dazwischen (wie in den Rauhnächten), die Zeit schöpferischer Stille, in der das neue Leben darauf wartet, geboren zu werden.
  • Ich räuchere mich selbst noch einmal ab und wende mich nun der "Zukunft" zu. Dort räuchere ich alles ab, was die Zukunft repräsentiert und tauche ein in ein Gefühl der Vorfreude und des Glücks, wenn sich meine Wünsche schon erfüllt haben. Ich freue mich auf das Zukünftige, selbst wenn es wieder ein paar Lektionen bereithält. Ich genieße mein Leben und bin davon überzeugt, dass letztendlich alles gut ist. Ich danke für all die guten Dinge, die ich schon in meinem Leben erfahren habe. So heiße ich die Zukunft willkommen und blase zuletzt die Kerze aus.

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